Therapien und Behandlungen
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Therapien und Behandlungen
Nachfolgend finden sie eine Beschreibung der Therapien und eine Auflistung möglicher Indikationen. Diese Auflistung stellt kein Heilversprechen dar.
Osteopathie
In der Osteopathie werden die Selbstheilungskräfte und die Wechselbeziehungen zwischen Strukturen und Funktionen gleichermaßen berücksichtigt, sodass beim Behandeln der Körperstruktur auf die Physiologie des Körpers Einfluss genommen wird.
Dies geschieht dadurch, indem der Osteopath / die Osteopathin mit den Händen die einzelnen Strukturen untersucht, sogenannte Störungen/Dysfunktionen ertastet und mit einer Vielzahl von Techniken dieses Spannungsmuster auflöst, natürlich immer im Hinblick auf das Zusammenspiel aller Strukturen des Körpers, der Seele und des Geistes.
Oberstes Ziel in der Osteopathie ist es, dass „alles fließen“ kann, dass sämtliche Körperflüssigkeiten ungehindert fließen können. Bei Stillstand entsteht Krankheit.
Die Osteopathie teilt sich in vier Bereiche:
- parietaler Bereich: Bewegungsapparat
- viszeraler Bereich: innere Organe
- cranio-sacraler Bereich: Schädel/Wirbelsäule/Kreuzbein
- faszialer Bereich: Bindegewebe und Faszien
Darüber hinaus gibt es ein Konzept der Osteopathen Paul Couffoure DO und Erik Pratt DO, welches die klassische Osteopathie ergänzt. Dieses Konzept nennt sich Mechanical Link/LMO.
Es ist eine umfassende Austestung von ca. 400 Einzeltests, bei denen versucht wird, ein genaues Bild der Spannungsmuster- und des Körpers zu bekommen. Hierbei wird versucht, den Hauptverursacher, also die primäre Dysfunktion, heraus zu finden und diese mit einer sanften „Recoil-Technik“ zu behandeln.
Dabei werden neben den klassischen Teilbereichen der Osteopathie auch ungewöhnliche Strukturen wie knöcherne Kraftlinien, Nerven, Haut und Arterien auf ihre Spannung hin getestet.
Indikationen Osteopathie
Orthopädie
- sämtliche Bewegungseinschränkungen der Gelenke
- Arthrose
- nach Unfällen
- Störungen durch Narben
Innere Organe
- Verdauungsstörungen
- Magenbeschwerden
- Reizdarm
- Sodbrennen
- Obstipation
Psychosomatisch
- Konzentrationsstörungen
- Schlafstörungen
- Unruhe
HNO-Erkrankungen
- Tinnitus
- Schwindel
- Nasen-Nebenhöhlen-Entzündungen
- Zähneknirschen
- Cranio-Mandibuläre Dysfunktionen
Frauenheilkunde
- postoperative Verwachsungen von Narben
- unerfüllter Kinderwunsch
- Menstruationsstörungen
- prämenstruelles Syndrom
- Endometriose
Neurologisch
- Gleichgewichtsprobleme
- Trigeminusneuralgie
- Migräne
- Clusterkopfschmerz
- Spannungskopfschmerz
- Bandscheibenvorfall
- Spinalkanalstenose
- Karpaltunnelsyndrom
- Gesichtsschmerzen
- begleitend bei Parkinson
- begleitend bei Multipler Sklerose
Akupunktur
Auch hier muss alles fließen können. Nach der Vorstellung der Chinesen, wird durch das Einstechen der Haut mit einer Nadel in einen Akupunkturpunkt das Qi (die Vitalenergie) und deren Energiefluss reguliert. Dieses Qi fließt in sogenannten Meridianen, die man sich als Leitbahnen vorstellen kann. Eine Störung des QI wird im weitesten Sinne als Krankheit angesehen. Die Akupunktur bewegt das Qi und das Blut. Bei Schmerzzuständen ist der Fluss von Qi und Blut gestört.
Ein chinesisches Sprichwort besagt „Schmerz ist der Schrei des Qi nach freiem Fluss“.
Stillstand entsteht durch Blockaden, welcher Art auch immer. Es können ganz normale Verspannungen durch Fehl- oder Überlastung sein, es kann ein Trauma im Sinne eines Unfalls oder einer Verletzung von außen sein. Es kann aber auch ein Trauma im Sinne einer Operation, der Verlust eines geliebten Menschen oder der Erhalt einer schlimmen Diagnose sein. Also eine Erschütterung des Körpers, der Seele oder der Psyche. Ein Trauma ist „zu viel“, „zu schnell“, „zu plötzlich“.
Deshalb sind sowohl die Osteopathie als auch die Akupunktur Therapieformen, die jede für sich alleine steht, die sich aber hervorragend ergänzen und so sehr gut als Kombination angewendet werden können.
Indikationen für die Körperakupunktur laut WHO (Welt-Gesundheits-Organisation)
Bronchopulmonale Erkrankungen
- Bronchitis
- Pseudokrupp
- Hyperreagibles Bronchialsystem
- Asthma bronchiale
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Funktionelle Herzerkrankungen
- Herzrhythmusstörungen
- Angina pectoris
- koronare Herzerkrankung
- Hypertonie und Hypotonie
- Durchblutungsstörungen
Gynäkologische Krankheitsbilder
- Zyklusstörungen, Dysmenorrhoe
- Prämenstruelles Syndrom
- Klimakterisches Syndrom
- Mastopathie
- Fertilitätsstörungen, Frigidität
- Geburtsvorbereitung
- Geburtseinleitung
- Geburtserleichterung
- Laktationsstörungen
Neurologische Erkrankungen
- Migräne, Spannungskopfschmerz
- Trigeminusneuralgie
- Atypischer Gesichtsschmerz
- Interkostalneuralgie, Zosterneuralgie
- Phantomschmerz
- Polyneuropathie, Parästhesien
- Lähmungen, Fazialisparese
- Vegetative Dysfunktion
Gastrointestinale Erkrankungen
- Funktionelle Magen-Darm-Störungen
- Singultus, Hyperemesis
- Ösophagitis, Gastritis, Gastroenteritis
- Ulcus ventriculi, Ulcus duodeni
- Cholezystitis
- Hepatitis
- Obstipation, Diarrhoe
- Colon irritabile (Reizdarm)
- Colitis ulcerosa und Morbus Crohn
Hauterkrankungen
- Urtikaria (Nesselsucht)
- Neurodermitis
Erkrankungen des Stütz- und
Bewegungssystems
- Myofasziale Schmerzsyndrome
- Radikulärsyndrome
- Pseudoradikulärsyndrome
- Arthralgien, Arthrosen, Arthritis
- rheumatoide Arthritis
- HWS-Syndrom, Tortikollis
- BWS-SyndromLWS-Syndrom, Lumbago, Ischialgie
- Schulter-Arm-Syndrom
- Periarthritis humeroscapularis
- Epikondylopathien
- Karpaltunnelsyndrom
- Koxarthrose, Koxalgie
- Gonarthrose, Gonalgie
- Tendinopathien (Erkrankungen der Sehnen, z.B. Tennis-Ellenbogen, Achillessehnenentzündung)
Psychische und psychosomatische
Störungen und Suchterkrankungen
- Depressive Verstimmungen, Depression
- Schlafstörungen
- Erschöpfungszustände
- Psychovegetatives Syndrom
- Unruhezustände
- Entgiftungsbehandlung und Therapiebegleitung bei Suchterkrankungen wie: Alkoholabusus, Nikotinabusus, Bulimie, Adipositas
Urologische Erkrankungen
- Cystitis, Prostatitis
- Pyelonephritis
- Funktionelle Störungen des Urogenitaltraktes: Reizblase, Harninkontinenz, Enuresis nocturna, Impotenz
Alle Indikationen könnte man zusammengefasst ansehen in
- allergisch bedingte Erkrankungen
- akute/chronische Schmerzen jeglicher Art
- Erkrankungen infektiöser Art
- psychogen bedingte Störungen
- funktionelle Störungen
Nebenwirkungen der Akupunktur
Selten treten geringe Nebenwirkungen auf, z.B:
- Schmerz durch die Nadel
- Müdigkeit
- Schwindel
- Nachblutung
Positive Nebenwirkung
- Die meisten Patienten erleben ein angenehmes Gefühl der Entspannung
Ohrakupunktur
Die Ohrakupunktur stellt eine der ältesten Heilmethoden dar. Sie wurde wieder entdeckt durch den Franzosen Dr. Nogier, weshalb man auch von französischer Ohrakupunktur oder Aurikulotherapie spricht. Aber auch die Chinesen arbeiteten schon mit der Ohrakupunktur.
Besonders gut kann die Ohrakupunktur bei Schmerzpatienten angewendet werden, da häufig eine Sofortwirkung erzielt werden kann.
Sehr viele Krankheitsbilder sind mit der Ohrakupunktur positiv zu beeinflussen.
In vielen Fällen ist sie aber nicht als Primär Therapie zu bevorzugen, sondern eher begleitend anzusehen. Bitte beachten Sie, dass die auf dieser Seite aufgelisteten Indikationen deshalb keine Heilversprechen darstellen.
Man kann sie hervorragend sowohl mit der Osteopathie als auch mit der Körperakupunktur kombinieren.
Indikationen für die Ohrakupunktur
Schmerzzustände
- akute Schmerzenchronische
- Schmerzenposttraumatische
- Schmerzenpsychogene Schmerzen
Suchttherapie
- Adipositas
- Raucherentwöhnung
- Alkohol
- Drogen
Allergie
- Neurodermitis
- endogenes Ekzem
- allerg. Bronchitis
- allerg. Rhinitis
Psychogene Störungen
- Unruhe
- Angst
- Schlafstörungen
- Nervosität
- Konzentrationsstörungen
Infekte/ Entzündungen
- Bronchitis
- Rhinitis
- banale Infekte
- grippale Infekte
- Infektanfälligkeit
- entzündlich rheumat. Formenkreis
Moxabehandlung / Moxibustion
Bei der Moxabehandlung werden geringe Mengen von Heilkräutern (Beifuß) über oder auf Akupunkturpunkten abgebrannt. Es sind verschiedene Anwendungen möglich wie z.B.
- Es wird eine Akupunkturnadel mit „Moxakraut“ versehen und dieses wird angezündet, so entsteht eine „heiße Nadel“. Die Wärme wird über die Nadel ins Gewebe transportiert
Oder
- Es wird eine sogenannte Moxazigarre angezündet und über einen entsprechenden Akupunkturpunkt gehalten.
Wirkung und Indikationen für die Moxabehandlung
Wirkung
Das Gewebe wird besser durchblutet und der Stoffwechsel wird aktiviert, sodass auch hierbei Verspannungen gelöst werden.
Zusätzlich wird über den Haut-Organ-Reflex die Organfunktion verbessert. Die Moxibustion wirkt sich auch positiv auf das Immunsystem aus.
Weitere Indikationen
- Muskelverspannungen
- Arthrose
- Atemwegserkrankungen(Asthma bronchiale, chron. Bronchitis)
- Sportverletzungen
- Erschöpfung
- Depression
- Durchblutungsstörungen
- Frauenheilkunde
- Ödeme
- Sexuelle UnlustImpotenz
- Erkrankungen der Knochen und Gelenke
- Steigerung der Leistungsfähigkeit
Kontraindikationen
- Schlaflosigkeit
- Große Unruhe
- Diabetes
- Akute Entzündungen
- Akute infektiöse Erkrankungen
- Fieber
Manuelle Lymphdrainage
Sie ist eine Sonderform der Massage, die zur Behandlung von Ödemen dient. Ödeme sind Schwellungen im Gewebe durch Ansammlung von Gewebeflüssigkeiten z.B. nach Operationen oder Traumata.
Der Abtransport der Gewebeflüssigkeit wird durch spezielle Grifftechniken gefördert.
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